Landeskirchliche Gemeinschaft Lutherstadt Wittenberg e.V.

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Lutherstadt Wittenberg e.V.

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... zum Lesen 

 

Sei getrost und unverzagt, fürchte dich nicht und lass dich nicht erschrecken.

(1. Chronik 22,13)

 

Mit diesen Worten ermutigt der alte König David seinen Sohn Salomo. Solche Ermutigung hat Salomo auch dringend nötig. Er soll den ersten Tempel für das Volk Israel bauen. Da liegt eine Mammutaufgabe vor ihm, bei der einem schon mal die Knie zittern können. Die Frage ist nur, ob man Mut so einfach mit Worten befehlen kann. Die Gefühle von Menschen sitzen tief und sind in der Regel nur wenig beeinflussbar. Liest man aber unseren Monatsspruch im Zusammenhang, dann entdeckt man, dass Davids Aufmunterung auf Fakten beruht, die mehr sind als nur Worte.

  • Fakt Nr. 1: Salomo hat sich diese Aufgabe nicht selber gesucht. Gott hat ihn berufen, diesen Tempel zu bauen. Wenn das so ist, dann wird Gott sich auch kümmern, dass das Werk zu Stande kommt.
  • Fakt Nr. 2: Die Fähigkeiten, ein solches Bauwerk zu errichten, hat Salomo zwar nicht, aber Gott wird sie ihm geben. Für Gottes Werke gibt es nie die passenden Leute, aber Gott schafft sich die passenden Leute.
  • Fakt Nr. 3: Salomo muss nichts weiter tun, als Gottes Gebote zu halten, den Rest erledigt Gott selber. Gott braucht keinen genialen Baumeister sondern nur einen gehorsamen Diener.
  • Fakt Nr. 4: David hat bereits einen Großteil des Baumaterials zusammengetragen. Salomo muss sich ja gar nicht um alles selber kümmern. Gott setzt in der Regel auf Teamworker und nicht auf Alleinunterhalter.

Und was sagt uns das heute? Der Tempelbau wird im Neuen Testament aufgegriffen und auf den Bau der Gemeinde übertragen. In diesem Sinne sind alle Christen Tempelbauer. Sie bauen mit an der Gemeinde – in der sie zu Hause sind und dann auch weltweit. Da fühlen wir uns auch schon mal überfordert und brauchen Ermutigung. Und die basiert auf den gleichen Fakten, wie damals bei Salomo. Weil es Gottes Auftrag ist, wird er sich auch kümmern. Wir sind die Mitarbeiter. Er ist der Baumeister. Von Gemeindebau haben wir eigentlich keine Ahnung. Aber Gott weiß, wie es geht. Ihn dürfen wir um Weisheit und Weisung bitten. Damals wie heute kommt es nicht auf Aktionismus, sondern auf Gehorsam an. Und damals wie heute ist Gemeindebau eine Mannschaftssportart und kein Einzelwettkampf.

 

Übrigens: Haben Sie Ihren Platz und Ihre Aufgabe im Bauteam schon gefunden?

Thomas Käßner